Salzburg
Mozartwoche
Die Mozartwoche, traditionell das erste Festival des Jahres rund um den Geburtstag des berühmten Salzburgers, vereint im fünften Jahr unter Rolando Villazóns Intendanz die besten Mozart-Interpreten an der Salzach und präsentiert einen Gegensatz zwischen kindlichen und letzten reifen Werken des Komponisten. Zu Gehör gebracht wird die ganze musikalische Vielfalt Mozarts: die erste bzw. letzte Sinfonie und Violinsonaten, eine halb-szenische Aufführung des „Don Giovanni", frühe und reife Klavierkonzerte, die c-Moll-Messe oder das berühmte Requiem.
Salzburg im Winter - das ist eine ganz besondere Atmosphäre. Wohl selten im Jahr erlebt man die Stadt auf so beschauliche Weise: Bummeln durch die Altstadt, Flanieren durch den Mirabellgarten, der obligatorische Café-Besuch oder ein Besuch auf der Festung Hohensalzburg – mit Panoramablick über die Dächer und die zuckerbedeckten Berge des Salzburger Landes.

Osterfestspiele
Ostern, das Fest und die Zeit des Wandels wie der Erneuerung steht musikalisch in Salzburg seit vielen Jahrzehnten als Synonym für Exklusivität im besten Sinne! Als privates Fest gründete Herbert von Karajan 1967 das Festival, das sich aus diesem Gedanken heraus bis heute zu fast 90% aus privaten Mitteln finanziert und sich größtmögliche künstlerische Freiheit erfüllt.
Die Osterfestspiele 2023 werden die Tradition fortführen und gleichzeitig neue Wege gehen, indem fortan jährlich ein wechselndes Orchester auf Wunsch des Intendanten Nikolaus Bachler durch das Festival führt.
Richard Wagners „Tannhäuser“, in allen Rollen hochkarätig besetzt, sowie berührende Orchesterkonzerte erwarten Sie in der einzigartigen Festspielstadt Salzburg. Der älteste bürgerliche Klangkörper, das Gewandhausorchester Leipzig unter ihrem Maestro Andris Nelsons zeichnen verantwortlich, im österlichen Gedanken Goethes ganz nach dem Motto: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“
Erleben Sie ein paar frühlingshafte, wohltuende Tage und kommen Sie nach Salzburg!

Pfingstfestspiele
Unter der erneuten Federführung von Cecilia Bartoli dreht sich bei den Pfingstfestspielen 2023 alles um die überirdische Kraft der Musik: Sie zeigen die Geschichte des griechischen Helden Orpheus, der mit seinem Gesang selbst Götter, Geister und Furien besänftigt und so seine große Liebe Eurydike rettet. Von Glucks Reform-Oper „Orfeo ed Euridice“ von 1769, seiner französischen Tanz-Fassung von 1774 – die Ballettmeister John Neumeier in eine moderne Tanzakademie transferiert – über Monteverdis „L`Orfeo“ als Mailänder Marionettentheaterversion oder Haydns konzertante „L`anima del filosofo“ – die Festspiele nähern sich dem Sujet aus verschiedenen Blickwinkeln und Cecilia Bartoli schlüpft so sowohl in die Rolle des Orfeo als auch der Euridice. Krönender Abschluss ist das hochkarätig besetzte Galakonzert „Hommage Daniel Barenboim“, mit dem Bartoli ihren Förderer und guten Freund ehrt.

Sommerfestspiele
Mit Sartres treffender Feststellung „Kunst gibt es nur für und durch andere“ sind wir alle zu einer neuen Festspielzeit in die Stadt an der Salzach eingeladen.
Giuseppe Verdi steht gleich mit zwei Neuinszenierungen auf dem Programm: zum Einen mit seinem Frühwerk „Macbeth“ und der wunderbaren Asmik Grigorian als Lady Macbeth. Es heißt, Dirigent Welser-Möst und Grigorian hätten sich dieses Werk explizit so gewünscht. Zum Anderen mit seinem Spätwerk „Falstaff“, dessen Titelpartie Gerald Finley singen wird. „Le nozze di Figaro“ bringt ein neues Dirigentengesicht nach Salzburg, den ausgewiesenen Kenner für historische Aufführungspraxis Raphaël Pichon. Glucks „Orfeo ed Euridice“ und Martinůs „Griechische Passion“ komplettieren die Neuinszenierungen, in drei konzertanten Aufführungen dazu Purcells „Indian Queen“, Berlioz‘ „Les Troyens“ und Bellinis „I Capuleti e I Montecchi“.
Seit jeher sorgen u. a. die Wiener Philharmoniker für den großartigen Klang der Festspiele. Maestro Muti steht dabei traditionell wieder an deren Pult wie Franz Welser-Möst, Andris Nelsons oder der Tscheche Jakub Hrůša, der sich künstlerisch mit dem Orchester bestens zu verstehen scheint. Die Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko, das Boston Symphony Orchestra und viele mehr unterstreichen die besondere Qualität dieser Festivalwochen.
Der Gründungsgedanke der Festspiele erscheint auch 2023 aktueller denn je: völkerverbindend und friedensstiftend „im Herzen Europas“. Salzburg versprüht in diesen Wochen seinen unvergleichlichen Charme und seine ganz besondere Atmosphäre – ob bei der persönlichen Werkanalyse in den Pausen bei einem Glas Champagner, beim Wiedersehen mit Festspielfreunden oder bei kulinarischen „Schmankerln“ vor bzw. nach den musikalischen.