Wexford
Steht das vielleicht beste kleine Opernhaus der Welt am Rand auf einer Insel, auf der es nicht einmal ein festes Opernensemble gibt? Eine Rarität im Festivaldschungel - so kann man ohne Übertreibung das Wexford Festival in der südost-irischen Stadt Wexford bezeichnen. Überwiegend auf unbekannte, oft vergessene Werke berühmter Komponisten spezialisiert, überzeugt und fasziniert das Festival seit nunmehr 65 Jahren seine Besucher nach dem Motto: one for the heart, one for the head, one for fun. Im eleganten Opernhaus, dessen Wände aus geschwungenem, kanadischem Walnussholz an die reiche Schiffsbautradition Wexfords erinnern, finden 780 Besucher Platz - seien Sie einer davon.
Félicien Davids 1859 uraufgeführte Grand Opéra „Herculanum“ feierte zur Uraufführung außerordentliche Erfolge, wie auch Hector Berlioz angetan kundgab: „Ich glaube nicht, dass man je in der Oper etwas Großartigeres gemacht hat als die Aufführung von Herculanum.“ Von Anfang an ein gänzlich unbeachtetes Dasein fristete Donizettis Oper „Maria de Rudenz“, oftmals als dunkelste Tragödie des italienischen Komponisten bezeichnet. Samuel Barbers „Vanessa“ steht ebenfalls nur rudimentär auf den Spielplänen der großen und kleinen Opernhäuser - den aufgeschlossenen Musikgeist erwarten hochspannende, begeisternde Werke der - vergessenen - Opernliteratur.

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